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[Ralf Ahlers] [Neue Strasse 8] [DE-38533 Vordorf]

2018 Südengland 29th Anyversary

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Südengland 2018

Ich fahre seit so vielen Jahren mit dem Motorrad in den Urlaub, da denkst du wirklich dich kann nichts mehr verwundern, doch spätestens dann liegst du wieder einmal falsch... Der diesjährige Sommerurlaub in Südengland war wieder ein Beispiel dafür das die gewohnte und häufig gelebte Vorgehensweise, die ich sonst bei jedem Motorradurlaub an den Tag lege, für den Süden Englands völlig fehl am Platze, ja manchmal sogar destruktiv war...

Was will ich sagen? Wenn ich mit dem Motorrad in den Urlaub fahre, dann ist das in jedem Land Europas bisher immer ähnlich. Ich interessiere mich für die Sehenswürdigkeiten die am "Straßenrand liegen" und die man während der geplanten Tour gut besichtigen kann. Zwischen den Sehenswürdigkeiten fahre ich einfach vor mich hin und genieße die Landschaft, die Leute und alles was ich in mir aufnehmen und verarbeiten kann. Zwischendurch halte ich an, mache Pause, lasse mich treiben und schaue wie ich den Tag mit der geplanten Tour am besten ausfüllen kann.

Während meiner diesjährigen Tour war das so leider nicht möglich. Die gesamte Infrastruktur, ich meine die Haupt- und Nebenstrassen des Landes, waren ohne Ausnahme ausschließlich von großen, meterhohen Hecken, Mauern und Wäldern jeglicher Größe gesäumt. Es gab wirklich nur wenig Ausnahmen dahingehend, dass ich während der Fahrt meinen Blick nach links und rechts schweifen lassen konnte. Besonders ärgerlich habe ich es empfunden, als ich auf den küstennahen Höhenzügen von oben aus die Küstenlinie, die Klippen und das Meer hätte sehen können, mir das aber verwehrt wurde, weil der oben gewöhnte Umstand wieder einmal alles zunichte machte.

Wer sich mein Video auf YouTube anschauen möchte, der wird sehr schnell erkennen von welchem Sachverhalt ich hier schreibe. Wir sind morgens gestartet und nahezu ohne Pause, oder eine Abwechselung, bis zum nächsten geplanten Ziel durchgefahren. Ich übertreibe sicherlich ein wenig, aber wenn ich schreibe das nicht einmal Platz zum pinkeln am Strassenrand zu finden war, dann bin ich an der Wahrheit schon ziemlich nah dran! Bei einer Motorradtour durch Südengland ist es meiner Ansicht nach zwingend erforderlich sich vorher schon Gedanken zu machen welche Sehenswürdigkeiten man sich anschauen möchte. Feste, geplante Ziele sind unabdingbar. Ein einfaches "Vorbeifahren (hui, das sieht ja toll aus!!) und dann mal anhalten" ist schwer möglich, da man gar nicht sieht woran man vorbeifährt. Das hatte ich so nicht erwartet und war auch in keinem Reiseführer zu lesen. Jetzt werden mir sicherlich zig andere Motorradfahrer das Gegenteil anhand von eigenen Fotos beweisen können. Das mag alles möglich sein, jedoch habe ich das auf meiner Route (siehe GPX - Track) so nur sehr selten erlebt. Fakt! Das hat mich wirklich sehr gestört und meine Sichtweise auf den Urlaub nachhaltig getrübt.

 

Was mich wiederum zu dem anderen Thema bringt, welches Anlass für diese Reise war, denn auf den Tag genau habe ich vor 29! Jahren mit einer Reise durch Südengland den Grundstein meiner großen Reiseleidenschaft mit dem Motorrad gelegt. Damals, noch unterwegs mit meiner HONDA CB250N, war wirklich alles anders. Beim Betrachten der alten, verblichenen Fotos ist das deutlich zu erkennen. Wenn ich mir die alten Bilder anschaue, dann sollte man meinen es käme so etwas wie Wehmut auf. Dem ist jedoch nicht so, denn wenn ich sehe wie ich damal angezogen war, dann wird mir heute - im Bezug auf Wetterschutz und Sicherheit - Angst und Bange. Seit diesem Zeitpunkt bin ich wirklich jedes Jahr mit dem Motorrad unterwegs gewesen. Ohne Ausnahme!!

Südengland ist auch nur deshalb als Ziel auserkoren worden, weil ich in Europa schon nahezu alle Ziele mit dem Motorrad bereist habe. Mich hat 2018 kein anderes Land mehr angefixt. Hmmm. Also habe ich mir ein Motto ausgesucht, an dem es galt sich entlangzuhangeln. Mein 29- jähriges Jubiläum kam mir deshalb gerade recht. 

 

Im großen und ganzen war Südengland ein sehr schönes Reiseziel, denn ich mag die Briten. Es war halt in diesem Jahr so "unspektakulär". Hier ein wenig geschaut, dort ein wenig geschaut, ansonsten sind wir halt gefahren. Wir haben von dem "Jahrhundertsommer 2018" profitiert und hatten lediglich an zwei Tagen Regen. Wobei Regen schon sehr vorsichtig formuliert ist... Unsere 300 Kilometer nach London, oder etwas früher nach Lynmouth, bezeichne ich eher als eine Wasserdurchfahrt.

Der Besuch der Hauptstadt war in jedem Fall ein lohnendes Ziel. Unbedingt machen! Es gibt so unwahrscheinlich viel zu sehen, dass selbst ohne einen kulturellen Hintergrund ohne Museen oder ähnlichem, zwei Tage zwingend nötig sind. Aber England und auch London sind sehr teuer. Die Unterkünfte - mit ein, oder zwei Ausnahme - sind das Geld nicht wert, welches dafür ausgegeben wird. Oder man bezahlt halt mehr... Lose Duschschläuche, leckende Wasserhähne, klemmende Warmwasserzufuhr, oder angeschmutze Bodenbeläge waren durchaus die Regel. Das war unangemessen.

Die Seebäder in Brighton und Eastbourn sind zwingend einen Besuch wert. Auch wenn der Konsum und Kitsch dominiert, so sind an den Geschichten der alten Piers doch schöne Historien anhängig die man dort in der Form von alten Fotos und Texten anschauen kann. 

1250.9 km, n/a

Was haben wir gesehen:

Sissinghurst Castle & Gardens: Hmmm. Der Eintritt von üppigen 13 Pfund war, gemessen an dem was dort zu sehen war, schon ganz ordentlich. Ganz flach formuliert handelt es sich um einen sehr großen Landsitz mit einem angrenzenden großen und gut gepflegten Garten. Die Besichtigung bei schönem Wetter war große Klasse aber - wie schon erwähnt - deutlich zu teuer.

Seebad Hastings: Die Enttäuschung des ganzen Urlaubs! Die Stadt und der Pier haben nichts mehr was einen begeistern könnte. Schade, aber in der Stadt gibt es zu viele leere Geschäfte und außerdem zu wenig zu sehen. Die "Qualität" der Geschäfte war auch eher ungewöhnlich und lud mich nicht ein einen weiteren Blick zu riskieren. Die Stadt hat von seinem einstigen Glanz, den ich auch noch kenne, sehr viel verloren. Leider wussten wir das vorher nicht und haben somit eine Übernachtung vergebens getätigt. 

Seebad Eastbourne: Schade! Die Entfernung zwischen Hastings und Eastbourne beträgt nur ein paar Kilometer, die Attraktivität ist jedoch um Lichtjahre besser. Wenn wir das eher gewusst hätten, dann hätten wir die Übernachtung dort getätigt.

Die Steilklippen "Beachy Head": Unbedingt anschauen! Bis zu 160mtr. hoch und steil abfallend ist dieses Landschaftsbild ein "must do", an dem man sich ein ganzes Weilchen aufhalten kann. Wer dann noch Zeit und Muße hat an den Steilklippen spazieren zu gehen, der wird sicher nicht enttäuscht. Ein paar Kilometer weiter gibt es einen weiteren Punkt der zwingend sehenswert ist, die "Seven Sisters".

Seebad Brighton:

Midhurst Castle:

XXX

Dartmoor Nationalpark:

Charlestown:

Lost Gardens of Heligan:

Tintagel (Castle):

Bideford:

Lynton:

Minehead:

London:

Das "Ace - Café"

Windsor (Castle):

 

 

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