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[Ralf Ahlers] [Neue Strasse 8] [DE-38533 Vordorf]

BMW R1200 GS "Rallye" 2017-

Bewertung: 5 / 5

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BMW R1200GS LC Rallye

Ganz viele Motorradfahrer(innen) möchten, wenn sie mal groß und stark sind (und ausreichend Kohle verbrennen wollen), einmal eine „große“ BMW ihr Eigen nennen. Abhängig von der persönlichen Vorliebe bietet BMW dort einige Modelle an, an denen es sich wunderbar austoben lässt.

Seit 1991 habe ich das Thema Enduro - Motorräder für mich entdeckt. Mal weniger und mal mehr enthusiastisch habe ich das in meiner Freizeit, oder im Urlaub auch „ausgelebt“. Zuerst mit einer SUZUKI DR650 R Dakar, dann mit einer SUZUKI DR800 S Big und letzten Endes auch auf einer BMW F800 GS. Alle Maschinen haben mich sehr, sehr glücklich gemacht. Jede auf ihre Art und Weise. Würde ich jemals etwas Schlechtes von ihnen sagen? Niemals!

Aber es kam bei jedem Motorrad irgendwann die Zeit, wo die Lust auf einen Wechsel mich überrannt hat. Das Motorrad musste deshalb nicht zwingend „schlecht“ sein. Es war einfach nur die Zeit dafür. Und dann hat man sich gefreut. Wie „Bolle“, sozusagen. Neue Technik, neue Möglichkeiten, neue Geschwindigkeiten, vielleicht sogar robuster, mehr Tankinhalt, tourentauglicher, …

Na ja, alles neu halt.

Mit der BMW F800 GS habe ich mir 2012 dann mein kleines "Träumchen" realisiert. Endlich eine BMW! Ahhh! Schnell, sportlich, reisetauglich, für meine Zwecke ausreichend offroadlastig, mit moderner Technik versehen, zuverlässig, im Unterhalt akzeptabel, viel sinnvolles Zubehör käuflich zu erwerben, nicht unnütz schwer, … Also alles perfekt. Bis hierhin.

Aber ich komme auf den eingangs erwähnten Satz zurück, in dem ich darauf verweise das „jeder“ irgendwann einmal eine „große“ BMW besitzen möchte.

Ich gehe schon seit ewigen Zeiten schwanger mit dem Gedanken, irgendwann einmal die große 1200er GS - Enduro von BMW besitzen zu wollen. Hunderttausende (oder sind es gar Millionen?) Menschen in der ganzen Welt können nicht falsch liegen. So lange ich denken kann ist die große Enduro auf Platz Eins der Zulassungsstatistiken. Irgendetwas MUSS an dem Motorrad tolles dran sein. Doch ICH habe es bisher nicht gefunden, besser gesagt, nicht finden wollen.

 BMW R1200 GS LC "Sondermodell Rallye" BMW R1200 GS LC "Sondermodell Rallye"

Dieses Motorrad mag unbestritten ein großer Wurf sein, aber das Gewicht, der hohe Preis und das Handling, ohne damit zu fahren, und die unendlichen technischen Finessen für Fahrwerk und Motormapping für Enduro, Straße, Regen, zwei – Personen – Betrieb, Berganfahrhilfe, schlüsselloses Starten, Schalten ohne Kupplung, … Wahnsinn!

Wer stellt sich all‘ die ganzen Möglichkeiten wirklich ein? Außer den Testfahrern einer Motorradzeitschrift macht das keiner. Sorry. Vielleicht ein paar Enthusiasten. Aber der Rest? Verdammt, warum soll ich mir also jemals dieses Motorrad kaufen? Und die Kohle! Wenn es zum jetzigen Zeitpunkt ein Modell ab 2014, mit Flüssigkühlung und dem verbesserten Getriebe sein soll, dann sind immer noch Beträge ab 15.000.- aufzubringen. Wahnsinn. Für dieses Geld gibt es nahezu jeden x- beliebigen Wettbewerber neu und mit vollen Tourenornat!

Was will ich damit jetzt sagen? Nichts. Ich stehe im März 2017 also ganz unverfänglich bei dem Händler meines Vertrauens - mit meinem Lieblingsverkäufer - und unterschreibe den Kaufvertrag für die 2017er R1200 GS LC Rallye. Warum? Keine Ahnung. Vielleicht einfach nur weil ich gerade Bock darauf hatte. Die 800er muss ich jetzt verkaufen. Hoffentlich noch rechtzeitig, bevor die Neue auf dem Hof steht.

Ein sehr guter Freund von mir macht das ähnlich. Wenn er „Bock hat“, dann kauft, verkauft und wechselt er die Fahrzeuge nach Belieben. Einfach, weil es ihm gefällt. Ich mag das nicht. Ich will Sicherheit. Bei mir muss alles passen. Bis jetzt…

Das Motorrad bekomme ich zum 01. Juni 2017. Freue ich mich deshalb? Nein, bis jetzt noch nicht. Ich bin mir unsicher ob ich mit dem dicken Brocken alles richtig gemacht habe. Das Geld? Das ist nicht so schlimm. Das ist nicht wirklich weg, das ist nur woanders. Habe ich mich wirklich verschätzt, dann gibt es einen Teil davon mit Sicherheit zurück. Und Hobbies kosten halt ihr Geld. Da ich dieses Motorrad fast ausschließlich wieder für meine Reisen benutzen werde, erhalte ich einen großen Teil als unwiderrufliche Erinnerung zurück. Und das wiederum ist es mir wert.

Und dieses ganze Gequatsche von: "Mach es jetzt, bevor es zu spät ist", fixt mich bei dieser Entscheidung nun überhaupt nicht an und hat mit meiner Entscheidung absolut gar nichts zu tun. Für mich beginnt jetzt eine neue Zeitrechnung. Ich habe mir endlich meinen Traum erfüllt, mit dem ich dort weitermache, wo ich mit der 800er aufgehört habe.

Auf allen Plattformen (Facebook, YOUTUBE und dieser Homepage) werde ich natürlich wieder präsent sein. Spätestens dann wird die breite Masse unterschwellig erfahren, ob ich mich richtig entschieden habe…

Bis später.

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Bevor ich hier ein paar persönliche Erfahrungen niederschreibe, muss zum besseren Verständnis für die geneigte Leserschaft zwingend erwähnt werden, dass

  1. ... meine BMW F800 GS ein wahrlich schönes und im Urlaubs- und Alltagsgebrauch nützliches Motorrad war,

  2. ... dass ich so gut wie keine Alltagstouren unternehme, sondern nur sporadisch mal ein wenig unterwegs bin. Mal hierhin, mal dahin, aber keine sehr umfangreichen Touren. Die Maschine steht im Schuppen, unter einer großen Decke und wartet in der Regel auf ihren Einsatz als (hoffentlich) zuverlässiges Transportmittel für den Urlaub.

Ich erwähne das hier so explizit, weil ich drei Tage nach der Übergabe der neuen R1200 GS Rallye meine erste große Tagestour unternommen habe. Große Tagestour heißt für mich, 380 Kilometer durch den Harz, bis zum Kyffhäuser - Denkmal, mit An- und Heimfahrt. Das war für mich schon eine große Ausnahme! Ich wollte das gar nicht! Aber die 1200er hat mich vom ersten Meter an total begeistert.

Natürlich. Mehr Hubraum, mehr PS, mehr Drehmoment, mehr Tankinhalt, mehr von allem… Das ist schon ein Unterschied. Das ist schon imposant, macht aber nicht zwingend ein besseres Motorrad aus. Zumindest nicht für mich. Will sagen: Ob die Maschine in drei, oder in fünf Sekunden auf Tempo 100 beschleunigt, ist mir völlig wurscht.

Nun aber mal ganz zackig zu meinen (ersten) Erfahrungen...

  1. Hat einer eine Vorstellung davon, wie leicht sich der Brocken aus meinem Schuppen bugsieren lässt? Wahnsinn. Ich habe nicht geglaubt wie einfach und handlich ich auf meinem Hof die Maschine in Position bringen kann. 30 Kilo mehr Gewicht? In dieser Situation nicht spürbar.

  2. Die Schaltung / Das Getriebe. Hammer! Keine Geräusche, seidenweicher Gangwechsel ohne „Klack“, oder „Klonk“. Der Vergleich mit einem warmen Messer durch Butter fällt mir extrem leicht. Erster Gang an der Ampel? Kein Problem. Runterschalten von zweiten in den ersten Gang, während die Maschine noch rollt? Wie bei anderen Motorrädern auch. Kurze Wege für eine zackige Beschleunigung. Ich bin von den Socken.

  3. Schalten ohne zu kuppeln? Mit „Schaltassistent Pro“ kein Problem. Gashahn auf und Feuer! Der linke Fuß schaltet knackig durch und das Getriebe macht das geräuschlos mit. Entsprechende Drehzahl jedoch vorausgesetzt und bitte nicht zwingend vom ersten in den zweiten Gang, oder umgekehrt. Ja, es funktioniert. Jedoch bin ich bezüglich der harten Sprünge beim Durchschalten in den untersten Gängen nicht so ganz zufrieden.

  4. Kombibremse vorne? Phantastisch. Das kannte ich vorher noch nicht und hat mich auch begeistert. Vorne bremsen und beide Räder zur Geschwindigkeitsreduktion nutzen. Toll!

  5. Die Sitzbank ist bis dato toll und hat mir schmerzfreie 380 Kilometer beschert. Für einen Sozius ist sie leider deutlich zu kurz. Da wird man wohl noch mal Geld in die Hand nehmen müssen um sich die zweiteilige „Original - Sitzbank“ zuzulegen. Meine Frau war über den knappen Rest, der ihr verblieben ist, nicht so begeistert.

  6. Die Stollenreifen haben kein Schräglagenproblem, sondern ausschließlich ein Komfortproblem. Die Stollen rütteln ganz ordentlich. Da muss man bald Abhilfe schaffen. Wer ganz selten offroad unterwegs ist, der braucht die Reifen nicht.

  7. Elektronisches Gas!? Kannte ich vorher auch noch nicht. Warum das für mich so toll ist? Weil es extrem leichtgängig ist und die sog. „Rückholkraft“, die den Gasgriff in die Ursprungsstellung zurückführen will, für mich nicht spürbar ist. Bei meinen vorherigen Motorrädern hat diese „Rückdrehkraft“ meine Handinnenflächen immer so stark „in Falten geworfen“, dass ich im Urlaub, in den Handschuhen, dort immer Hornhaut hatte. Das war auf Dauer sehr unangenehm.

  8. Die Federung / Federvorspannung lässt sich sehr sensibel auf verschiedene Ansprüche einstellen. Die Zeit war zu kurz um alles zu testen. Der Unterschied ist jedoch deutlich zu spüren und dürfte allen (meinen) Ansprüchen gerecht werden. Der Unterschied zwischen „Road“ und „Dynamic“ hat sich mir noch nicht erschlossen, braucht aber wohl nur etwas mehr Zeit.

  9. Ich hatte keine verkrampften Schultern und Nackenmuskulaturen. Das will bei der wirklich mickrigen Scheibe einiges heißen! Apropos mickrige Scheibe! Trotz des Bierdeckels, der sich Scheibe nennt, wird der gesamte Oberkörper ausreichend gut geschützt. Ausschließlich der Kopf liegt voll im Fahrtwind. Mit einem Endurohelm ist das für die Landstraße noch ok., für die Autobahn ohne jeglichen Spaßfaktor.

  10. Der Bordcomputer zeigt alles an was man braucht, oder auch nicht und lässt sich sehr gut individualisieren. Die Fakten, die man selber nicht braucht, lassen sich einfach umpositionieren, oder ausblenden. Sehr angenehm.

  11. Erwähnenswert sind weiterhin die drei Leistungsmodi "Enduro", „Road“ und „Dynamic“, die der ganzen Maschine, je nach gewählter Einstellung noch einmal ordentlich Feuer in die Zylinder geben... Die weiteren Optionen "Pro", die durch den Zusatzstecker aktiviert werden können, habe ich noch nicht ausprobiert...

  12. Richtig schwer beeindruckt mich das enorme Drehmoment des Boxers. Woran ich das festmache? Weil ich die sog. "Gangwechselempfehlung" im Cockpit aktiviert habe. Was das bedeutet? Es bedeutet, dass ich im 5ten Gang mit 50 km/h durch geschlossene Ortschaften fahre und immer wieder eine Empfehlung zum Hochschalten erhalte! Hochschalten? Ja, tatsächlich. Am Ende der Ortschaft lässt sich im 6ten Gang kein Feuerwerk abbrennen, aber satt und konsequent beschleunigen. Klasse! Mehr brauche ICH nicht. Und wenn doch, dann schalte ich halt vorher herunter...

  13. Bevor der Fahrspaß jedoch richtig begonnen hat, hatte ich im Juni 2017 folgende Rückrufaktion im Briefkasten...

    BMW R1200 GS LC Rückrufaktion

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Die Freude über ein neu erworbenes Motorrad hält meiner Erfahrung nach immer nur solange an, bis man sich wieder Gedanken machen muss, welches Zubehör denn wieder nötig scheint. Glück hat, wer sich tatsächlich nur um das Zubehör kümmern muss. Wenn auch noch neue Bekleidung, oder andere Extensions nötig sind, dann darf man zusätzlich zum neuen Motorrad - auf ein Neues - tief in sein Portemonnaie greifen. Die anfängliche Freude kann dann sehr schnell getrübt werden.

Continental TKC 70 TOURATECH Hecktasche Ambato TOURATECH Tankrucksack

Ich hatte in diesem Jahr großes Glück meine 800er BMW ganz gut ohne Zubehör verkaufen zu können. Zuerst habe ich geglaubt, der Preis und die Akzeptanz der Interessenten wäre mit Zubehör deutlich höher, aber da habe ich mich tatsächlich getäuscht. Und dabei war mein Zubehör durchaus tourentauglich und von hohem Nutzwert für den nächsten Käufer. Wirklich verstanden habe ich das nicht. Erst als ich das Zubehör aus dem Gesamtpreis herausgerechnet - und abgebaut hatte - war die Akzeptanz so groß, dass der Verkauf deutlich schneller vonstatten ging. Für mich war das ein echter Glücksfall, da ich so ausreichend Geld beiseite legen konnte, welches ich für das neue Motorrad investieren wollte.

  • Ich hatte Glück das die 1200er mit der Basishalterung für das Navigationsgerät ausgestattet war. So konnte ich meine alte Navihalterung ohne Probleme an den vorhandenen Rohrbügel schrauben, ohne auch hier wieder alles neu kaufen zu müssen. So weit, so gut.

    Bei intensiverer Überlegung - und Planung meiner aktuellen Urlaubstour - habe ich mir jedoch mal Gedanken gemacht, inwieweit ich die Leistungsfähigkeit (m)eines modernen Handys mittlerweile auch für das Motorrad nutzen kann. Die aktuelle Navilösung ist verlässlich und praktikabel, jedoch technisch nicht mehr up to date. Momentan stört mich ein wenig die sehr klobige Halterung an sich! Aber sie ist abschließbar!! Das GPS - Gerät selber ist nicht mehr das Schnellste, die Auflösung des Displays geht mittlerweile besser und die Handlichkeit ist auch nicht optimal. Leider verdeckt die Halterung auch noch einen Teil der Armaturen. Das ist eher suboptimal.

    Mittlerweile gibt es tolle Lösungen für Fahrrad und Motorrad, die an jedem Fahrzeug nahezu überall besfestigt werden können. Ich habe ein wenig recherchiert und für ein paar schlappe Euros folgende Halterung bestellt, die anscheinend alle positiven Beurteilungen abgeräumt hat; auch bei Motorradfahrern. Da ein Handy mittlerweile alle Möglichkeiten zur Navigation in sich vereinen kann, habe ich das Optimum für mich mal herausgearbeitet und installiert. Auf dem Sofa ist alles prima... Die modernen Handys sind wasserdicht und lassen sich dank der Bordsteckdose sogar während der Fahrt laden.

 

Handyhalterung als Navigationsgerät Handyhalterung als Navigationsgerät Handyhalterung als Navigationsgerät

TOURATECH Navigationshalterung für GARMIN Oregon TOURATECH Navigationshalterung für GARMIN Oregon

Nun denn. Das eigentliche Thema sollte ja mein neues Zubehör für die BMW R1200 GS sein, welches ich mit der Rücklage aus dem vorherigen Verkauf ja ideal bestreiten konnte...

  • Mein erstes Interesse galt einem neuen "wunderschönen" Tankrucksack, in dem ich idealerweise auch meine Fotoausrüstung gut und sicher transportieren kann. Mein Wunschmodell sollte dieses Mal von TOURATEC kommen. Sehr viele Eigenschaften haben mir dort außerordentlich gut gefallen. Das Besondere an dieser Firma ist die passgenaue Fertigung für jedes Motorradmodell, welches auch so ausgeschrieben ist. Hier gibt es keine Universallösungen. Und das ist auch gut so.

TOURATECH Tankrucksack TOURATECH Tankrucksack

Leider nimmt es die Firma mit der Lieferzeit nicht so genau, denn mein Wunschmodell hatte eine Wartezeit von geschlagenen drei Monaten. Ich habe mich also für ein ähnliches Modell des Herstellers, aber mit weniger Stauraum entscheiden müssen. Schließlich wollte ich den neuen Tankrucksack ja noch "vor Weihnachten", aber spätestens natürlich vor dem nächsten Urlaub in meinen Händen halten.

  • Als Motorradreisender mit einem hohen Urlaubsanteil, macht ein Sturzbügel an einem Motorrad durchaus Sinn. Was lag also näher, als auch den Sturzbügel von TOURATEC in Erwägung zu ziehen. Schade, auch diese Bestellung ist leider nicht in der ursprünglichen Form zustande gekommen, da auch hier die Lieferzeit mit drei Monaten deklariert wurde und ich auch diesen Sturzbügel gerne noch vor meinem Urlaub montiert hätte.

Sturzbügel von SW - Motech Sturzbügel von SW - Motech

Glücklicherweise bietet der Wettbewerb, in Form des großen Zubehör - Herstellers "Polo" einen nahezu identischen Sturzbügel von SW - Motech an, den man unter Ausnutzung möglicher Gutschein- und Rabattkarten dann auch noch mit knapp 100 € weniger dort bestellen kann. Gemacht, getan, montiert!

  • Für den Kofferträger galt das gleiche, wie für die beiden oben genannten Artikel. Auch hier war die Lieferzeit mit mehr als drei Monaten hinterlegt, also habe ich den Kofferhalter auch bei Polo, unter Ausnutzung der Rabattmarken, deutlich günstiger und schneller bestellt. Und, ich konnte es kaum glauben, die Qualität war ausgesprochen gut. Ein großes Kompliment an die Firma Hepco & Becker, bezüglich der Passgenauigkeit und Pistentauglichkeit für diese Kofferhalter.

Kofferträger von der Firma Hepco & Becker

  • Das einzige, was mir jetzt noch fehlte, war eine Art Werkzeugtasche, in der ich Kleinigkeiten und Reiseutensilien - die man sich immer mal bei sich haben muss - sicher und gut verstauen kann. Auch bei diesem Artikel bot sich in erster Linie die Firma TOURATEC an, die solche Hecktaschen, maßgeschneidert für mein Motorrad anbietet. In diesem besonderen Fall hatte ich großes Glück, denn die Lieferzeit wurde mit drei- bis fünf Tagen angegeben, geliefert wurde jedoch nach deutlich mehr als 10 Tagen, was ich schon als einen persönlichen Erfolg werte.

Kleinteile- und Werkzeugtasche von TOURATECH Kleinteile- und Werkzeugtasche von TOURATECH Kleinteile- und Werkzeugtasche von TOURATECH

  • Zu guter Letzt - und damit ist meine Zubehör - Thematik auch fast abgeschlossen - ging es um das Thema Reifen, welches ich im Internet ausgiebig verfolgt habe und auch selbst von meiner Facebook - Fanseite zur Diskussion gestellt habe. Das Thema Motorradreifen ist wahrscheinlich das am meisten diskutierte Thema im Internet.1.000 Testergebnisse, 1.000 Meinungen, 1.000 Interpretationen. Es ist der Wahnsinn. Ich habe für mich einen Kompromiss geschlossen, der da lautet: Einen Anteil Endurotauglichkeit sollte der Reifen haben, aber vorrangig werde ich das Motorrad sicherlich auf befestigten Straßen bewegen. Im Klartext heißt das für mich, dass ich mich für den Continental TKC 70 entschieden habe. Als Quintessenz aus allen Berichten, Ergebnissen und Tipps der Motorradfahrer, erschien mir dieser Reifen als derjenige, der mir am besten passen könnte.

Continental TKC 70 Continental TKC 70

  • Auch diese BMW wird wieder mit den passenden Halterungen für eine Action Cam ausgerüstet. Es stellt sich jedoch - wie jedes Jahr - die gleiche Frage nach der optimalsten und stabilsten Position an der Maschine. An der Position an meinem Helm halte ich nach wie vor fest. Es gibt keine bessere Stelle um wackelfreie Videos zu produzieren. Lediglich um den Zuschauern einmal andere Perspektiven anbieten zu können, macht ein Wechsel Sinn! Mein erstes Geld habe ich ich in eine Importhalterung über dem Frontscheinwerfer investiert. Es ist eine exakte Kopie der Halterung von WUNDERLICH, kostet aber auch nur einen Bruchteil dessen!

Action - Cam Halterung [Importware]

Jetzt muss ich aber so ehrlich sein, dass die Passgenauigkeit für den Arsch ist! Das hatte ich besser erwartet. Das ist aber nicht so schlimm, weil es sich hier um anpassbares Alublech dreht, welches dann trotzdem ohne Probleme verbaut und sicher genutzt werden kann. Und selbst wenn es gringfügig unter Spannung steht, es richtet an dieser Stelle keinen Schaden an; auch nicht für andere Bauteile! Wir alle haben die Situation auch schon bei Kofferhaltern, oder Sturzbügeln erlebt. Fast überall ist ein "wenig Nachdruck" nötig. Also Haken dran!

Halterung für Action Cam (Das Original von WUNDERLICH)Halterung für Action Cam (Importware)Halterung für Action Cam (Importware)


 

Derzeit ist mein Motorrad (R 1200 GS LC) mit den auf dem Foto gezeigten Reifen bestückt. Der sogenannte "WOW - Effekt"...

Posted by MotorradReisen & Fotografie on Sonntag, 18. Juni 2017

Die leichteste und sportlichste R1200GS mit einem amerikanischen Erfrischungsgetränk in Verbindung zu bringen war von...

Posted by MotorradReisen & Fotografie on Mittwoch, 7. Juni 2017
 

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Um zusätzlichen Stauraum zu generieren, gehört für mich der Kauf einer Hecktasche oder eines Tankrucksacks zu den ersten und wichtigsten Anschaffungen für jedes Motorrad. So ist es auch passiert bei der Anschaffung meiner BMW R1200 GS im Jahr 2017. Ich habe mir den Tankrucksack von Touratech gekauft, der mit seiner Passform auf der Maschine sitzt wie der sogenannte "Arsch auf Eimer". Die Passform und die Haftung auf dem Tank ist 1A und vor allem der Unterseite des Tankrucksack geschuldet, die sehr "stumpf" ist und sich außerordentlich haftstark mit der Maschine verbindet. Zusätzlich sind natürlich Riemen zur Besfestigung vorhanden.


TOURATECH Fototasche als Einsatz für den TT Tankrucksack TOURATECH Fototasche als Einsatz für den TT Tankrucksack


Einen großen Nachteil hat dieses Behältnis jedoch, da er logischerweise der exakten Form des Tanks folgt. Und die ist zum Fahrer hin so steil nach unten geformt, dass im Innern des Tankrucksacks zum Fahrer hin ein Platz entsteht, der sich kaum sinnvoll nutzen lässt. Diese Schuld darf man der Firma Touratech aber nicht anlasten, sondern muss hier ganz klar in Richtung des Motorradherstellers gehen, der mit einer solch steilen Tankform jedem Tankrucksack die Geräumigkeit raubt.

Für mich hatte das zur Konsequenz, dass im zweiten Motorradjahr die Anschaffung einer "Fototasche für den Tankrucksack TT" nötig war, um zumindest meine Fotoausrüstung adäquat unterzubringen. Die von mir oben schon erwähnte, extrem starke Keilform im Inneren des Tankrucksack macht es nahezu unmöglich, hochwertige Geräte rutschsicher und stoßfrei in den Tankrucksack zu integrieren. Selbst mit einer, in einer Fototasche üblichen Aufteilung per Klettriegel, fallen mir die "Kleinteile" immer wieder ganz nach unten in den Rucksack.


TOURATECH Fototasche als Einsatz für den TT Tankrucksack TOURATECH Fototasche als Einsatz für den TT Tankrucksack

Die eingangs schon erwähnte Fototasche von Touratech schafft diesem Übel endlich Abhilfe, kostet unverständliche 100.- € und ermöglicht ab sofort die akzeptable Aufbewahrung meiner umfangreichen Fotoausrüstung. Das ein billiger Trageriemen nur optional erhältlich ist und auch dann noch teuer bezahlt werden muss, ist wiederum ein "Skandal", der bei Wunderlich und deren Fototasche nicht zum Tragen kommt. Leider passt die Fototasche von Wunderlich nicht in den Tankrucksack von Touratech...

Kalender

Seit mittlerweile sieben Jahren bin ich im Besitz (m)eines althergebrachten GPS- und Navigationsgerätes der Firma GARMIN, vom Typ Oregon 450, mitsamt der raffinierten und sehr gut funktionierenden Halterung aus Aluminium von der Firma TOURATECH. Zum Verständnis für alle möchte ich hier noch einmal klarstellen, dass dieses kleine und damals günstige Gerät, mir auch für die nächsten Jahre noch weiterhin gute Dienste bringen würde.

Es hat sich in der Praxis herausgestellt das die von mir geplanten Routen mit den passenden OSM - Karten gut harmonieren und mich in jedem Fall sicher ans Ziel gebracht haben. Und zwar überall! Das Gerät ist klein, handlich, 100% wasserdicht, stoßfest und in allen Belangen ein treuer und verlässlicher Begleiter. Doch die Zeiten ändern sich. Das, was bis eben noch gut war, ist bei genauerer Betrachtung durchaus ein Grund sich für ein neues Gerät zu entscheiden.

Ein paar Beispiele:

Ich finde es mittlerweile sehr mühsam, um nicht zu sagen anstrengend, wenn ich im Ausland (aber auch in Deutschland) nach einer Straße oder Adresse suche deren genaue Schreibweise mir zwar bekannt ist, sie aber faktisch im Navi, mit dem Kartenmaterial nicht zu finden ist. Warum das so ist hat sich mir bis heute noch nicht erschlossen. In Ländern, deren Schreibweise so völlig anders ist als die in Deutschland, ist das Suchen über den Namen gar nicht möglich.

Ein umständliches Hineinzoomen und fast aussichtsloses Suchen in der Karte ist dann unumgänglich. Voraussetzung ist hierbei, man weiß wonach man suchen muss... Die sehr schwache Rechenleistung des alten Gerätes tut dann ihr übriges, wenn es darum geht die Detailstufe der Karte immer weiter zu erhöhen. Der Aufbau einer neuen Zoomstufe dauert ewig.

Hinzu kommt ein - aus heutiger Sicht - sehr kleines Display, welches zwar eine sehr hohe Auflösung möglich macht, man dann aber immer mit dem Finger die Karte ausschnittsweise verschieben muss und deren Bildaufbau sich dann aber wieder endlos hinzieht.

Die schwache Rechenleistung und die faktisch nicht nutzbar Adresssuche meiner Karten war aus meiner Sicht, gerade im Ausland, das größte Problem.

Weiterhin störend empfand ich die Tatsache, dass ich auf der Autobahn keinerlei Abbiegehinweise und Hilfestellungen erhalten habe um die richtigen Abfahrten zu finden. Durch das kleine Display und die geringe Zoomstufe während der Navigation, war es mir oftmals erst im letzten Moment möglich zu erkennen ob die Straße weiter geradeaus führt, oder ob ich rechts abbiegen muss. Ich bin dann auf der Autobahn immer sehr langsam und ganz rechts gefahren und habe versucht mich langsam an den Abbiegepunkt heranzutasten. Das ist ein weiterer Beweis dafür, dass mein Oregon 350 nur eingeschränkt für die Routenfunktion geeignet ist (obwohl die Funktion durchaus unterstützt wird) und in erster Linie für langsamere Bewegungsarten gedacht ist.

BMW Motorrad Navigator 5

Und weil sieben Jahre Jahre ja mittlerweile schon als uralt gelten für technische Geräte, ist es an der Zeit sich nach Alternativen umzuschauen...

Ich fasse mich kurz, denn der Markt an verfügbaren und durchaus tauglichen Navigationsgeräten für das Motorrad ist mittlerweile nicht mehr überschaubar. Navigieren können Sie alle. Die Fahrt von A nach B ist also in jedem Fall sichergestellt, sowohl in Deutschland, als auch im europäischen Ausland. Wenn es also nur darum ginge, dann würde sogar mein Handy in einer entsprechenden Halterung ausreichen, oder ein externes (Motorrad)Navigationsgerät für schlappe 100 bis 150 €.

Nun ist es jedoch so, dass man sich, wenn man sich etwas Neues kauft, auch gerne verbessern und entwickeln möchte. In meinem Fall ist eine Verbesserung auch nicht schwierig! Ein wirklich gutes, großes, qualitativ hochwertiges Navigationsgerät mit einigen ansatzweise sinnvollen Zusatzfunktionen für Motorradfahrer, gibt es faktisch nicht für einen "günstigen" Preis. Was zum Teufel heißt günstig?

In meinem Fall ist die Verführung zu einem neuen Gerät auch sehr eingeschränkt, da ich eine BMW fahre, die an der linken Lenkerhälfte ein wunderschönes Drehrad hat (heißt: Multicontroller), welches die hauseigenen Navigationsgeräte (BMW Navigator) ideal damit bedienen kann. Fernbedienung light, sozusagen. Man braucht für die gängigsten Funktionen die Hände nicht mehr vom Lenker zu nehmen. Das hat schon was!

BMW Multicontroller

Wie bin ICH vorgegangen…?

  1. Recherche. Was kostet der BMW Navigator Typ 5, oder 6 neu und / oder gebraucht?
  2. Welche Geräte erhalte ich für den ähnlichen Preis?
  3. Sind die Produkte vergleichbar?

Herausgekommen ist für mich, dass die BMW Navigationsgeräte (von GARMIN produziert) zwischen 600.- € und 800.- € liegen und gebraucht nicht unter 500.- € verkauft werden. Angemessenes Alter und Zustand sind vorausgesetzt! Die Alternativgeräte kommen auch von dem Hersteller GARMIN und heißen Zumo 590 oder 595. Und wer jetzt glaubt das diese Geräte deutlich günstiger platziert sind, der irrt gewaltig, denn der Leistungsumfang ist mit den original BMW - Geräten durchaus vergleichbar. Zumal der Hersteller GARMIN die Geräte für BMW produziert, BMW aber lediglich sein Branding darauf setzt.

GARMIN zumo 590 GARMIN zumo 595

Gebraucht sind die Zumo - Geräte natürlich auch zu bekommen, aber halt nicht so deutlich günstiger als dass sich ein Wechsel daraufhin lohnen würde. Zumal die Zumo’s auch nicht mit dem Multicontroller zu bedienen sind. Neu kosten die GARMIN Zumo - Geräte zwischen 500.- € und 700.- €, gebraucht schon ab 300.- €. Hinzu kommt auch der Umstand, dass jedes Navigationsgerät u.U. andere Befestigungen an der Maschine nötig macht, vielleicht noch die Kabellage angepasst werden muss, o.ä. 

GARMIN zumo 595

Kurzum. Ich habe ein extrem günstiges Schnäppchen machen können, indem ich den BMW Navigator 5 für sehr attraktive 385.- gebraucht erwerben konnte. Für diesen Preis erhalte ich von den Wettbewerbern zwar auch Neugeräte, die aber nicht auf die Basis- und Zusatzfunktionen von BMW zugeschnitten sind. Da mein Motorrad beim Kauf die Navigationsvorbereitung inkludiert hatte, brauchte ich in diesem besonderen Fall nicht einmal die nötigen 100.- zusätzlich ausgeben!

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Mitte März war das erste und einzig schöne Wochenende in dem Monat, an dem ich die erste Motorradtour in diesem Jahr realisieren konnte. Ich habe mich sehr gefreut, zumal ich diese Tour auch zum Anlass genommen habe mich ein wenig mit dem „neu“ erworbenen BMW Navigator V zu beschäftigen. Ich habe mich zu Hause ausreichend mit den Funktionen beschäftigt und war jetzt gespannt darauf, wie sich das Gerät in der Praxis schlägt und inwieweit sich einige Funktionen durch den Controller am linken Griffende der BMW steuern lassen. WICHTIG! Einige Funktionen / Informationen sind erst verfügbar, wenn das Navi am Motorrad angeschlossen ist!

Die Navigationsgeräte anderer Hersteller bieten zum Thema Motorradnavigation mittlerweile interessante Features an, die der BMW Navigator V nicht inkludiert hat. Dazu gehören u.a.: Rundreise planen, bergige Landschaften, maximale Streckenlänge, Rundkurs und vieles mehr. Der Navigator V hat lediglich die Einstellung „kurvige Straße“. Das finde ich mager. Dazu muss man wissen, dass es mittlerweile den Navigator VI gibt. Der hat mittlerweile wohl auch aufgerüstet.

Startseite. Ab hier wird entschieden...

Die grundsätzlichen Eigenschaften, die ich von einem Navigationsgerät erwarte, sind hier glücklicherweise vorhanden. Dazu gehören Points of Interests (POIs), umfangreiche (und verlässliche) Adress- und Ortssuche, letzte gefahrene Tour und das Speichern von Favoriten. Weiterhin kann ich die Kartenansicht individualisieren, indem ich zwei sogenannte Schnellwahltasten hinzufüge, mit denen ich dann bei Bedarf auf die - für mich - wichtigen Funktionen zugreifen kann. Die Kartenanzeige erfolgt in Fahrtrichtung, nach Norden ausgerichtet, in 2D oder 3D und wenn es hinterlegt ist, auch mit 3D Gebäuden und Abbiegehinweisen. All' der ganze Schnickschnack ist nichts besonderes. Ich werde auch nicht weiter darauf eingehen, weil das mittlerweile jedes Gerät in dieser Preisklasse kann / können sollte.

Menüpunkt "Zieleingabe" Menüpunkt "Apps"

Der BMW Navigator V besteht aus fünf verschiedenen „Menüs“, die, weiter verzweigt, individuelle Einstellmöglichkeiten zur Verfügung stellen…

  • Der Standard ist der Menüpunkt „Zieleingabe“, mit der Möglichkeit Favoriten, kürzlich besuchte Strecken, POIs, oder Adressen herauszusuchen. Das Anlegen von Kurzwahltasten ist ebenfalls möglich.
  • Dann gibt es den Menüpunkt „Karte“, bei der unten der sogenannte "Tachometer" und weitere einstellbare Fahrtinformationen sichtbar sind. Auf der rechten Seite finden sich zwei Menüpunkte, die sich individualisieren lassen, um einen sogenannten Schnellzugriff während der Fahrt zu ermöglichen.
  • Weiterhin gibt es den Menüpunkt „Lautstärke“ (selbsterklärend) für die Nutzung mit einem Bluetooth - Headset.
  • Der Menüpunkt „Apps“ beinhaltet Individualfunktionen zum Tracken und Individualisieren der Routen, die Möglichkeit eine eigene Tour zu planen, einen Kompass, die sogenannten „Smartphone Link - Apps“ und ein paar Sachen zum Thema Parkposition, Weltzeituhr, Wecker, oder Rechner, deren Wichtigkeit jeder selber beurteilen kann.
  • Den Menüpunkt „Einstellungen“ hier weiter zu erklären würde zu weit führen, da es sich hier um eine weitere Individualisierungen von, Ansicht, Größe, Sprachversion und vieler weiterer Einstellungen handelt, die jeder selber definieren muss.

Menüpunkt "Apps" Menüpunkt "Apps"

Die echten Stärken spielt dieses Navigationssystem aus, indem es direkten Zugriff auf Fahrzeugdaten hat, die es von der originalen Halterung hinter der Windschutzscheibe elektronisch abgreift. Zusätzliche Funktionen sind möglich wenn man die entsprechende App auf sein Handy lädt, dauerhaft online ist und somit auch Echtzeitdaten von Wetter, Verkehrsstau, oder Blitzern per Handyübertragung nutzen kann. Diese sogenannten „Smartphone Link“ - Apps sind also nutzlos, wenn man nicht dauerhaft online ist. Weitere Funktionen lassen sich nutzen, wenn man mit einer Bluetooth - Gegensprechanlage und seinem Helm die direkte Verbindung zum Navigationsgerät aufnehmen kann. Dann gibt es die Sprachansage, die Möglichkeit Musik zu hören, oder auch während der Fahrt zu telefonieren.

Menüpunkt "Einstellungen" Reisecomputer

Von dem magischen Drehrad (Multi Controller) am linken Lenkerende der BMW, habe ich mir im Zusammenhang mit dem Navigationsgerät deutlich mehr erwartet. Wer das Drehrad dreht, zoomt lediglich in die Karte hinein, oder heraus. Wer den Drehschalter etwas kippt, der wechselt von der Kartenansicht in eine Kompass - Ansicht, kann dezidiert und vollumfänglich seine Fahrzeugdaten abrufen, oder hat die Möglichkeit durch Kurzwahltasten neue Wegpunkte zu setzen, direkt nach Hause zu navigieren, oder andere Kleinigkeiten zu nutzen, ohne anhalten zu müssen. Ich habe da noch keinen Nutzen für mich erkannt. Kommt aber vielleicht noch...

Ansichten bei Bedienung des Multi Controllers Ansichten bei Bedienung des Multi Controllers Ansichten bei Bedienung des Multi Controllers

Mein ganz persönliches Fazit fällt eher ernüchternd aus. Das Navigationsgerät kostet neu zwischen 650.- und 800.- Euro (abhänging ob Karten dabei sind, oder nicht) und bleibt ohne eine Freisprecheinrichtung im Helm, oder die direkte Anbindung an das Handy und den dauerhaften Onlineeinsatz nur ein ordinäres Navigationssystem mit einer unendlichen Anzahl von Fahrzeuginformationen. Hmmm. Ich dachte ich kaufe ein Navigationsgerät und keinen Diagnosestecker! Wer die zusätzlichen Funktionen nutzen will, der muss noch einmal in die Tasche greifen und Geld investieren für die Freisprecheinrichtung. Weiterhin setzt die mobile Konnektivität aber auch voraus das man seinen persönlichen Datentarif so umfangreich gewählt hat, dass man dauerhaft online sein kann um diese Funktionen auch zu nutzen. Auch im Ausland. Die Halterung für das Navigationsgerät muss auch noch zusätzlich gekauft werden, wenn man sie beim Kauf des Motorrades nicht ab Werk gleich mitbestellt hat. Je nachAusführung kostet das gute Stück auch noch einmal bis zu 100.-.

Wirklich erschrocken war ich von der Tatsache wie oft und an wie vielen Punkten in dem Navigationsgerät ich auf Fahrzeugdaten, Bewegungsdaten, Temperatur oder ähnlichen sinnlosen oder sinnfreien Schnickschnack zugreifen kann. Vieles davon habe ich im Bordcomputer des Motorrades doch schon aufrufbar! Ich kann die Daten auch über den Multi Controller und im sog. „Tachometer“ im Navi auch noch einmal aufrufen. Bescheuert und aus meiner Sicht deutlich zu viel des Guten.

Kartenansicht

Dieses Übermaß an Informationen, die man während der Fahrt faktisch alle gar nicht verarbeiten kann, macht mich persönlich völlig kirre. Ich glaube, dass ich mittlerweile an vier oder fünf Positionen im Navigationsgerät, je nachdem wie ich herumschalte, erkennen kann in welche Himmelsrichtung ich fahre, wie spät es ist, wie die Außentemperatur ist, der Reifendruck, oder ähnliches. Wenn ich mir vorstelle das ich jetzt noch nebenbei Musik höre, oder mein Handy jedes Mal, wenn ich eine Nachricht bekomme, aufpoppt und mich auch noch ablenkt, dann frage ich mich allen ernstes wo bleibt der Blick auf die Straße und den wesentlichen Verkehrsablauf?

Ich möchte jetzt nicht missverstanden werden, es mag ausreichend Personen geben die so technikaffin sind das sie sich all diese Informationen im Navigationsgerät einrichten, platzieren, priorisieren und ideal damit arbeiten können. Ich ganz persönlich kann mit dieser Vielzahl an Informationen überhaupt nichts anfangen, weil sie für mich mit der tatsächlichen Navigation und dem Fahrspaß überhaupt nichts mehr zu tun haben. Weniger wäre hier mehr. Und sensationell ist die die Bekanntgabe der Daten in der heutigen Zeit ja nun auch nicht. Technisch gesehen ist das kein Aufwand.

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Wem die Kartenauswahl von Garmin nicht zusagt, die Karten nicht schon ab Werk installiert hat, oder die Geldausgabe für GARMIN - Karten scheut, der kann selbstverständlich auch in Verbindung mit der Software „Garmin Basecamp“, sogenannte OSM-Karten einspielen. Der Import in den Navigator und die weitere Verwendung und Nutzung von sogenannten Tracks oder Routen aus der Software Basecamp geht ganz einfach per Software. Diese Daten können dann tadellos und ohne lange Einarbeitung dort benutzt und weiter bearbeitet werden.

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Das Thema Motorradnavigation wird entsprechenden des hohen Preises für mich erfüllt, mehr nicht. Die Integration von Tracks, oder Routen aus externen Programmen funktioniert tadellos und lässt sich im Navi akkurat verarbeiten und nutzen. Darüber hinaus spielt dieses Navigationsgerät seine Stärken aus wenn ich mich mit der Bluetooth - Sprechanlage beschäftige oder aber mein Handy mit der „SmartLink“ - App von Garmin während der Fahrt immer online habe und Wert darauf lege das ich Topaktuelle Wetterdaten, Tankstellenhinweise, oder auch Musik hören kann. Gemessen an dem Preis muss ich ganz ehrlich sagen, dass ich mir dieses Gerät im Leben nie neu kaufen würde und bin froh das ich es für weniger als die Hälfte gebraucht gekauft habe, weil ich auch nur einen Bruchteil der zur Verfügung stehenden Informationen wirklich benötige, oder als sinnvoll erachte.

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