Ralf Ahlers, Neue Strasse 8, 38533 Vordorf

[Leidenschaft][Motorrad] & [Reisen]


Seit 1989 jedes Jahr auf dem Motorrad im Urlaub unterwegs.

Da gibt es einiges zu erzählen...

2017 Franz. Atlantikküste

NACH der Motorradreise 2016, ist VOR der Motorradreise 2017! Und wieder stellt sich das gleiche Problem. Wo gibt es noch Länder, oder Regionen, die ich während meiner fast dreißigjährigen Reisetätigkeit mit dem Motorrad noch nicht besucht habe? Aber wenn man sich lange genug mit dieser "Herausforderung" beschäftigt, dann findet man auch wieder Ziele. Der "große" Jahresurlaub führt mich in diesem Jahr an die französische Atlantikküste. Beginnend in Paris, möchte ich die Küste auf kleinsten Straßen, bis an die spanische Grenze hin befahren.

Ich befinde mich ab sofort in der sog. Planungs- und Findungsphase. Weitere Details werden mit fortschreitendem Planungsstand hier veröffentlicht... Damit diese Seite in den ersten Monaten nicht ganz so leer daherkommt, zeige ich eine mögliche Route, wie sie mir bis zum jetzigen Zeitpunkt vorschwebt. Veränderungen sind gewollt und auch geplant. Die jetzt gezeigte Karte ist das Ergebnis aus allem Vorschlägen, die über Facebook eingetroffen sind. Alle Tipps sind eingepflegt und die mögliche Route habe ich drumherum geplant. Der nächste Schritt ist die Vorbereitung der möglichen Unterkünfte.

Für meine zwei Tage Paris habe ich mir die "wichtigsten" und "interessantesten" Sehenswürdigkeiten herausgesucht und sie als Wegpunkte in der Karte zusätzlich aufgeführt. Vielleicht erspart euch das weitere Recherche ;-). Was ich jedoch jetzt schon sicher weiß, ist die die Tatsache, dass ich von meinem Wohnort aus bis nach Paris fliegen werde und mir ein Spediteur das Motorrad bis an den Flughafen bringen wird. Das leidige Thema der Anreise und verlorenen Urlaubstage spare ich mir dadurch wieder! Die Organisation der Rückreise ist mittlerweile auch sicher. Es geht von Bordeaux aus wieder retoure nach Hannover. Das Motorrad wird mir per Spedition nach Hause geliefert. Für meine weitere Recherche habe ich mich meiner eigenen Facebook - Fanseite bedient und einfach mal ein paar Meinungen eingeholt. Fazit: Ich war außerordentlich positiv überrascht, wie viele Personen mir Hilfestellung gegeben haben...

In diesem Jahr möchte ich gerne meinen Fokus auf das Fotografieren legen. Soll heißen: Ich bin nur jeden zweiten Tag unterwegs! So habe ich das zumindest geplant. Ich habe mir also Ziele ausgesucht, die spannend genug sind, dass man sie nach einem Tag erreichen und am nächsten Tag auch einfach nur "besichtigen" kann. Die Unterkünfte werden immer nur kurzfristig per Smartphone und Hotelbuchungs - App anvisiert. Damit habe ich bisher die besten und günstigsten Erfahrungen gemacht. Man sitzt in einem Café und sucht per Smartphone die beste Unterkunft, die im optimalsten Fall dann auch noch am gleichen Tag angesteuert wird. Perfekt. So habe ich das in Nordspanien auch gemacht.  Abschließend und als Fazit kann ich dem vergangenen Urlaub nur ein einmaliges Ergebnis bestätigen. Meine bisherigen Urlaube mit dem Motorrad waren entweder mit einem Basislager und täglichen Touren rund um das Basislager versehen, oder aber geprägt von einem täglichen Weiterreisen, mit täglich neuen Unterkünften und Orten.

Dieser Urlaub war völlig anders und das hat mir deshalb außerordentlich gut gefallen. Wir haben es tatsächlich eingehalten, dass wir nach einem aktiven Fahrtag immer einen Folgetag mit Wanderungen, Besichtigungen oder einfach nur „Ruhephasen“ eingelegt haben. Das Besondere daran war, dass ich mich endlich mal wieder auf das Fotografieren konzentrieren konnte, ohne dieses für mich wichtige Hobby während einer Tour immer aus dem Tankrucksack heraus realisieren zu müssen. Die französische Atlantikküste als Urlaubsziel hat deutlich mehr zu bieten, als ich in den zwei Wochen gesehen habe. Dennoch habe ich es als sehr angenehm empfunden, jeden zweiten Tag auf wunderschönen Straßen in einer besonders schönen Gegend, dem nächsten Ziel entgegenzufahren.

Das ist mir aufgefallen:

Wer Paris auf dem Plan hat, der sollte berücksichtigen, dass der Eiffelturm mindestens einen halben Tag davon einnimmt. Mit all’ der Warterei, dem Aufstieg, den neuen Sicherheitskontrollen, dem Fahrstuhl rauf und wieder runter... Wer den Rest der Stadt dann noch etwas ausgiebiger besichtigen will, der sollte das mit den Sightseeing - Bussen tun und seinen Zeitplan danach sehr straff einrichten. Also entweder auf den Eiffelturm verzichten, oder im Extremfall zwei Tage Paris einplanen. Und ich bitte zu berücksichtigen, dass wir das Eiffelturm VIP-Ticket hatten, ohne die stundenlange Wartezeit der „nicht – VIP – Karteninhaber“. Die Stadt La Rochelle war der Mega Kracher. Mit einem Hotel in unmittelbarer Nähe zur Stadtmitte hatten wir es besonders leicht auf öffentliche Verkehrsmittel, oder das eigene Motorrad zu verzichten. Die Stadt näher zu beschreiben wird mir hier nicht gelingen. Hier gibt es nur einen Tipp: Selber besuchen und begeistert sein. Ich selber bin kein Typ für lange Besichtigungen und große Städte. Ich empfinde das immer als sehr anstrengend, aber La Rochelle hat eine Größe, die sich perfekt erwandern und entdecken lässt. Von der phantastischen Hafenanlage und der Festung drumherum mal ganz abgesehen. Wer dann abends noch einen Platz in den Lokalen an der Hafenpromenade ergattern kann, der kann sich glücklich schätzen und das leckere Essen und die wohlige Atmosphäre dort richtig gut genießen. Fisch und Meeresfrüchte sind obligatorisch!

Das haben wir gesehen:

Pont de Normandie. Die Stahlseilbrücke ist die längste, frei schwebende Hängebrücke Europas und mautpflichtig, wenn man von Norden her anreist. Wir hatten das große Glück, von Süden her die Brücke einmal überqueren zu können und kurz vor der Mautstation zwischen den Pollern wieder umzudrehen. Wer sich in der Nähe aufhält, der sollte diesen Punkt in sein Programm aufnehmen.

Omaha Beach. Omaha Beach, oder die vielen, namentlich anderen Strände an der Küste, sind für jeden geschichtlich interessierten Besucher ein Muss! Hier im Detail darauf weiter einzugehen würde den Rahmen sprengen, aber für diese Orte und die geschichtliche Aufarbeitung des zweiten Weltkrieges, ganz klar einen Daumen hoch!

La Pointe du Hoc. Sehr spektakulärer, historischer Ort, weil hier die Alliierten in einer besonders herausfordernden Art und Weise auf die deutschen Truppen am Land gestoßen sind. Unbedingt besuchen!

Cap de Carteret. Von ganz oben, vom Aussichtspunkt aus, hat man eine phantastische Sicht auf das Meer, die Dünen und die umliegenden Landschaften. Besonders interessant anzuschauen ist dieses Spektakel natürlich bei Ebbe.

Mont Saint Michel. Für dieses Highlight an der Küste fehlen mir jetzt immer noch die Worte. Mich hat dieses Bauwerk, „mitten im Atlantik“, total begeistert und war auch fotografisch ein tolles Motiv. Reisezeit und Wetter haben super gepasst und atmosphärisch einen tollen Eindruck hinterlassen. Um weitergehende Informationen einzuholen, bitte ich euch das Internet zu bemühen.

Concarneau. Lauschig, aber nicht zwingend ein Geheimtipp zum Nachmachen. Die Stadt selber ist kein Highlight, welches zwingend besucht werden muss. Sie ist klein und überschaubar und hat den Charme einer Stadt, wie man sie häufig direkt am Meer vorfindet. Eine schöne Besonderheit ist die Festung der Altstadt, direkt am Hafenbecken, umgeben von einer großen Festungsmauer.

Lorient. Diese Stadt hat mich insofern fasziniert, weil ich hier das erste Mal einen U-Boot Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg aus der Nähe anschauen konnte. Ich kann erst einmal nur sagen, es ist eine Menge grauer Beton, der verbaut wurde, um die U-Boote vor den Alliierten zu schützen. Wer auch das Museum im Inneren besichtigen will, sollte sich ausreichend Zeit mitnehmen. „Schön anzuschauen“ für alle, die so etwas noch nie gesehen haben und sich auch dafür interessieren.

Hinkelsteine in Carnac und Insel Quiberon. Beide Sehenswürdigkeiten haben wir nur flüchtig – quasi im Vorbeifahren – betrachtet. Die Insel war voller Menschen und Autos, so das ich vom Charme der sicherlich reizvollen Insel nicht viel entdecken konnte und die Hinkelsteine waren allesamt eingezäunt und in einen umfangreichen Wanderweg eingebunden, für den wir an diesem Tag keine Zeit hatten.

Passage du Gois. Hammer! Muss man gefahren sein und gesehen haben. Die „Straße“ verläuft auf ca. 3 Kilometern Länge durch das Meer und ist nur bei Ebbe befahrbar. Rundherum herrscht ein entsprechendes Spektakel, welches aber überschaubar ist. Wir sind die Strecke morgens gefahren, haben uns dann die „Ille de Noirmoutier“ angeschaut, dort Kaffee getrunken, ein Eis gegessen und kurz vor der einsetzenden Flut wieder auf das Festland übergesetzt. Und das Schönste: In der untergehenden Sonne, auf einer Aussichtsterrasse (bei einem passenden Getränk) darauf warten, bis sich das Meer die Straße wiederholt.

Oh Mann, was habe ich diesen Tag genossen…

Ille de Noirmoutier. Wir haben im Anschluss an die Passage du Gois, die Insel gleich hinten dran gehängt. Aber auch hier gilt: Zum Urlauben sicherlich total gut geeignet, zum Motorradfahren jetzt nicht so… Eine Urlaubsinsel halt. Sorry.

Marais Poitevin. Wer schon einmal im Spreewald, in der Nähe von Berlin, mit den Booten unterwegs war, der wird dieses Naturresevat lieben, denn es ist absolut identisch und wird auch mit Booten befahren. Überall finden sich Bootsanleger, die zu einem Ausflug und einer Paddeltour einladen. Meine Empfehlung zum Nachmachen, auch wenn die Anfahrt von der Küste her mehr als ermüdend und langweilig ist.

Dune Du Pilat. Die „Dünen von Pilar“ dürfen auf keiner Atlantik - Rundreise fehlen. Dieses Naturspektakel muss man einmal erwandert und genossen haben. Wenn das Wetter passt und man in den blauen Himmel schaut und das ruhige blaue Meer im Kontrast zu dem vielen gleichtönigen Sand sieht, dann muss einen das begeistern. Weitere Details würde ich euch bitten dem Internet zu entnehmen. Der Eintritt ist frei, der Parkplatz kostet jedoch Geld. 

PS: Allen (Motorrad)Reisenden, die im August durch Frankreich fahren, rate ich, die Ferien der Franzosen zu berücksichtigen! Ich bin nur zwei Tage in Paris, nutze jedoch die teurere, aber komfortablere Buchung der wichtigsten Sehenswürdigkeiten per Internet, um die wahnsinnigen Wartezeiten zu vermeiden!

Den Track dieser Tour kann man im Bereich Downloads herunterladen...

Auf der Karte sind an einigen Stellen so genannte Pins zu erkennen. Diese Pins sind Highlights oder besondere Hotspots, die wir zu Hause festgelegt haben und sowohl Sehenswürdigkeiten als auch unser Hotel vor Ort zeigen können. Für weitergehende Informationen muss man dann bitte die Datei in ein Navigationsprogramm laden und vor Ort schauen was dort gezeigt wird.

Die Reise wurde als Video hier aufbereitet:

Teil 1 https://youtu.be/eFGko34RZo8

Teil 2: https://youtu.be/QE3TX3QJiYg.

Kaum zu glauben! Da muss ich erst die 50iger Marke überschreiten um maximale Erfüllung und vollendete Glückseeligkeit beim Motorradfahren zu erleben. Ganz großes Kino. Mit dem Erwerb der BMW RnineT hat sich meine jahrelang gelebte Einstellung, wie man am intensivsten auf zwei mit Benzin betriebenen Rädern unterwegs sein kann, deutlich verändert. Mit einer grundsätzlich anderen Einstellung und den passenden Kleidungsstücken stellt sich ein Gefühl ein, welches auch durch meine BMW R1250GS derzeit nicht überboten wird. Die Anwendungsgebiete sind so unterschiedlich wie die Motorradgattung an sich. Auch wenn sich eine RnineT durchaus als reisetauglich erwiesen hat, wie man in [Motorrad] Reisen (Pyrenäen 2022) vortrefflich nachlesen kann...


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Bildquelle: BMW PressClub

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